53. Spielzeit | 2019/2020
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Foto: Andreas Köhring
Theater an der Ruhr Mülheim
Les Théâtres de la Ville de Luxembourg
Clowns 2 1/2
Ein komisch-musikalisches Unternehmen von Roberto Ciulli und Matthias Flake
 
Inszenierung: Roberto Ciulli
Dramaturgie: Helmut Schäfer
Musik: Matthias Flake
Kostüme: Elisabeth Strauß
Bühnenbild: Gralf-Edzard Habben
mit Petra von der Beek, Albert Bork, Matthias Flake, Dagmar Geppert, Klaus Herzog, Peter Kapusta, Fabio Menéndez, Volker Roos, Rupert J. Seidl, Simone Thoma
 
Uraufführung im Theater an der Ruhr, Mülheim am 10. Oktober 2013

»Schauspielkunst in Höchstform mit viel Spiellust und liebevollem Augenzwinkern gegen die Bitterkeit des Alterns. Ein sehenswertes Stück mit enormem Tiefgang, das auch noch schmunzeln lässt.«
Solinger Tageblatt

Wurde früher das Alter mit Würde, Erfahrungsreichtum und gelegentlich auch mit Weisheit gleichgesetzt, so hat der demografische Wandel in den westlichen Gesellschaften unseren Blick auf die späten Lebensjahre eines Menschen verändert: Das Alter wurde vielmehr zum Makel, einer Deformation gleich, die vor allem von Schwächen und Beschränkungen physischer und geistiger Herkunft zeugt. Was aber, wenn man den Blick verändert, um jenseits der eingeschliffenen Muster etwas anderes zu entdecken. Schaut man zum Beispiel mit den Augen eines Clowns auf die Welt, ändert sich auch das Bild des Alters. Roberto Ciulli, einer der wenigen europäischen Theatermacher, der als Experte für die moderne, aber in Vergessenheit geratene Clownskunst gelten kann, wirft in »Clowns 2 ½« gemeinsam mit dem Ensemble des Theaters an der Ruhr einen befreienden, tragikomischen, liebevollen und hochmusikalischen Blick auf das Dunkel des »Verfalls«: Eine brisante Clownerie des Alters.


Nicht selten gelten an den Orten, an denen Menschen häufig ihre letzten Lebensjahre verbringen, jene Regeln, die schon in der Schule und in Internaten galten: Wichtig ist, dass das Ordnungssystem von den Insassen befolgt wird, um das überall vermutete Chaos niederzuhalten. Die Zeiten stehen fest: Immer zur selben Stunde wird gegessen, geschlafen, Gymnastik betrieben, an bestimmten Tagen werden Besuche empfangen, unabhängig davon, ob man essen, schlafen oder Besuche empfangen will. So entstehen die Widersprüche, die der clowneske Blick entdeckt: Die Besucher können zu Quälgeistern für den Besuchten werden, so dass er wie ein ohnmächtiger roter Clown diesen belehrenden Weißclowns gegenüber sitzt, die die Vernunft gepachtet zu haben glauben. Dem ordnenden Diktat der Verwahranstalt unterworfen, entwickeln die Einzelnen einen anarchischen Eigensinn, der in den alltäglichen Situationen auch das Komische provo­ziert. »Clowns 2 ½ bietet 90 Minuten höchst unterhaltsames Theater voller Einfälle, mit viel Rhythmus, aber ohne Text«, bilanziert die Neue Ruhr Zeitung. »Der Clownsblick ermöglicht den Schauspielern alle Register zu ziehen, zu posieren, zu grimassieren. Die Spielfreude merkt man ihnen an. (...) Kurz, ein Abend, den man nicht verpassen sollte.«
 
 




Matthias Flake
Matthias Flake

Simone Thoma, Dagmar Geppert, Albert Bork<br>Fotos: Andreas Köhring
Simone Thoma, Dagmar Geppert, Albert Bork
Fotos: Andreas Köhring

 
 
 
Dienstag, 21.05.2019 | 19.30 - ca. 21.00 Uhr  
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