52. Spielzeit | 2018/2019
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Theater Schloss Maßbach – Unterfränkische Landesbühne | TiP
Nachtblind
Theaterstück für Jugendliche ab 13 Jahren von Darja Stocker (geb. 1983)
 
Regie: Julika Kren
Bühne: Peter Picciani
Kostüme: Daniela Zepper
mit Anna-Maria Bednarzik, Lukas Redemann, Eva Marianne Schulz
 
Uraufführung im Theater an der Winkelwiese, Zürich am 18.03.2006
Premiere im Theater im Pferdestall Schloss Maßbach (TiP) am 03. Mai 2019

Ist ja zum Heulen mit dir
ist ja zum Heulen
Ich liebe dich
Wird dich keiner mehr so lieben wie ich dich
keiner und nirgendwo auf der Welt
Tut mir leid wegen
tut mir leid

Nachtblind ist ein Kammerspiel für Junge Menschen über Gewalt in Beziehungen und den Weg der Selbstbehauptung. Darja Stocker erzählt mit poetischer Sprödheit vom Ringen um Selbstbestimmung, von schmerzhaften Lösungen und von der Notwendigkeit zu träumen. Sie fasse ihre Geschichte »so knapp und elegant für die Bühne«, urteilte Jürgen Berger in Theater Heute, »dass man die Familienverkrümmung nicht als Konstruk-tion, sondern als Stück Familie aus einer Zeit empfindet, in der Wertedebatten ersetzen wollen, was früher im geglückten Fall ›Zuwendung‹ und im schlechten ›Rohrstock‹ hieß.«


Mit ihrem Debütstück »Nachtblind« gewann Darja Stocker 2005 den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts und wurde zu den 32. Mülheimer Theatertagen eingeladen. Es wurde in zehn Sprachen übersetzt und über zwanzig Mal in Deutschland und im Ausland inszeniert. Ihr zweites Stück »Zornig geboren« kam 2009 in der Regie von Armin Petras am Maxim-Gorki-Theater Berlin zur Uraufführung. Die Inszenierung wurde u.a. ans »Festival de Theatro de la Habana« nach Kuba eingeladen. Gemeinsam mit der Autorin Claudia Grehn recherchierte und schrieb sie 2010/2011 das Auftragswerk »Reicht es nicht zu sagen ich will leben« für das Nationaltheater Weimar und das Centraltheater Leipzig (eingeladen zu den 37. Mülheimer Theatertagen). Im Juli 2011 nahm Stocker am »International Residency Program« am Royal Court in London teil, im Dezember war sie zum »Reveil. Festival freier arabischer Theatergruppen« nach Alexandria eingeladen. 2014 entstanden die beiden Kurzstücke »Precious« (am Schauspielhaus Zürich im Rahmen des Transit-Festivals), sowie »Take care comrade« (am Theater Freiburg im Rahmen des Art Affects Festivals). 2015/2016 schrieb sie für das Theater Basel »Nirgends in Friede. Antigone.«, in dem sie den antiken Stoff in den Kontext des Arabischen Frühlings überträgt. Sie wurde damit zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin eingeladen und erhielt 2016 den »Dramatikerpreis des Kulturkreises Deutscher Wirtschaft«.

Manchmal ist Leyla (»Nacht« auf Arabisch) in sich gekehrt. Dann wieder spricht sie so unverblümt mit ihrer Mutter über deren Probleme, dass man meint, sie sei die Mutter ihrer Mutter. Zuhause bricht die Familie auseinander. Leyla hat Wunden auf dem Rücken, die davon rühren, dass sie sich von ihrem Freund verprügeln lässt. Etwas schwer Sagbares zwischen Liebe und Wahnsinn verbindet sie. Leyla lernt Moe kennen. Er ist ein zurückhaltender Automechaniker, angeblich hochbegabt. Nicht nur soziale Welten prallen aufeinander, Funken fliegen, Zuneigung wächst und lässt die Dinge nicht, wie sie sind. Leyla hält die Schläge und die Liebe kaum noch aus. Moes Nähe und familiäre Zuspitzungen drängen sie mehr und mehr zu einer Entscheidung.
 
 
Foto: Anna-Maria Bednarzik

Foto: Lukas Redemann

Foto: Eva Marianne Schulz



 
 
 
Studio auf der Bühne
Mittwoch, 08.05.2019 | 09.00 - ca. 10.15 Uhr  
Jugendtheater

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Mittwoch, 08.05.2019 | 11.00 - ca. 12.15 Uhr  
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Donnerstag, 09.05.2019 | 09.00 - ca. 10.15 Uhr  
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Donnerstag, 09.05.2019 | 11.00 - ca. 12.15 Uhr  
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