52. Spielzeit | 2018/2019
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Foto: David Baltzer
Das aktuelle Theaterstück
in deutscher und englischer Sprache
Münchner Kammerspiele
#GENESIS
A Starting Point
von Yael Ronen und dem Ensemble
 
Inszenierung: Yael Ronen
Bühne: Wolfgang Menardi
Kostüme: Amit Epstein
Video: Stefano di Buduo
Musik: Yaniv Fridel, Ofer (OJ) Shabi
Licht: Jürgen Tulzer
Dramaturgie: Johanna Höhmann
Künstlerische Mitarbeit: Niels Bormann
mit Zeynep Bozbay, Daniel Lommatzsch, Wiebke Puls, Damian Rebgetz, Samouil Stoyanov, Jeff Wilbusch
 


»Mit sehr viel Humor aber auch mit einer großen Ernsthaftigkeit arbeitet sich Yael Ronen mit ihrem Ensemble an unserem Schöpfungsmythos ab, diesem Urgrund unserer Kultur, der, in unsere Gene eingeschrieben, unleugbar Einfluss nimmt und deswegen immer wieder hervorgeholt, interpretiert und auch um- oder überschrieben werden muss. Dabei zeigt sie den Mut zum Pathos großer Bilder ebenso wie zugleich die notwendige Respektlosigkeit, um für heilige Mythen überraschende Varianten zu finden, wie etwa für die – eigentlich als Symbol der Vollkommenheit geltende – sich in den Schwanz beißende Schlange.« (Sven Ricklefs, Bayerischer Rundfunk)

»Mit ihrem Netz aus klugen Pointen und schlichten Kalauern, das Yael Ronen über die Schöpfungsgeschichte wirft, fängt sie immer wieder berührende Momente und starke Gedanken ein.« (Michael Schleicher, Jüdische Allgemeine)

»Und das Publikum sah, dass es gut war und jubelte den Schauspielern begeistert zu.« (Alexander Altmann, Bayerische Staatszeitung)

Die israelische Regisseurin Yael Ronen wendet sich nach ihrer Inszenierung »Point of No Return« an den Münchner Kammerspielen nun dem »Starting Point« zu und wird da nachlesen, wo vermeintlich alles begonnen hat: Das 1. Buch Mose, hebräisch Bereschit, altgriechisch Genesis genannt, beschreibt die Erschaffung der Welt. Es beschreibt Gott zunächst als den Regisseur, den Schöpfer, der die Welt erschaffen und geordnet hat (Gen. 1,1 – 1,3). Die mythischen Gleichnisse der Genesis sind vielfach und kontrovers interpretiert, gleichwohl sind sie die Wurzel der abendländischen Kultur. In ihrer Bildhaftigkeit und Symbolik erzählt die Genesis beispielsweise von der Erschaffung der Frau aus der Rippe des Mannes. Ist das schon die Wurzel einer patriarchalen Weltordnung? Und warum wird Gott gemeinhin als ein männliches Wesen wahrgenommen?

Gemeinsam mit dem Ensemble untersucht Yael Ronen einzelne Fragmente der Genesis, um zu erkunden, auf welche Weise uns die biblischen Bilder geprägt haben und was sie uns heute bedeuten. Während die Genesis wie viele andere Mythen zur Orientierung und Identitätsfindung archaischer Kulturen diente, stützt sich die Inszenierung auf die Frage, welche Perspektive wir heute zu einzelnen Themen einnehmen und was aus der Welt geworden ist, die dem Menschen zu Beginn der Genesis überantwortet wird. Viele aktuelle Themen nämlich lassen sich bis zum Buch der Bücher zurück verfolgen: Naturbeherrschung, Geschlechterdebatte, Motive von Neid und Gewalt, bis hin zur der Frage, ob die Menschheit im Zuge technologischer Fortschritte im Begriff ist nach dem Baum des Lebens zu greifen. Die Version Yael Ronens und des Ensembles schlägt eine neue Perspektive auf einzelne Motive der Genesis vor und schreibt die Geschichte des Menschen, der Menschen auf der Bühne fort.


Yael Ronen wurde 1976 in Jerusalem geboren, stammt aus einer Theaterfamilie und zählt zu den aufregendsten Theatermacher*innen aus Israel. Sie lebt in Berlin, ist Hausregisseurin am dortigen Maxim Gorki Theater, arbeitet regelmäßig im deutschsprachigen Raum. Ihr Stück »Dritte Generation« (2008) mit israelischen, palästinensischen und deutschen Schauspielerinnen und Schauspielern ist international als Theater-Sensation gefeiert und zu zahlreichen Festivals eingeladen worden. Am Schauspielhaus Graz entwickelte sie »Hakoah Wien«, ein Stück über ihre eigene Familiengeschichte, das 2013 mit dem österreichischen Theaterpreis Nestroy ausgezeichnet worden ist. Am Berliner Maxim Gorki Theater hat sie die Uraufführung von Olga Grjasnowas »Der Russe ist einer, der Birken liebt« inszeniert. »Common Ground«, ihre Arbeit mit Schauspielerinnen und Schauspielern aus dem ehemaligen Jugoslawien, wurde 2015 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und gewann bei den Mülheimer Theatertagen den Publikumspreis. Ihre Inszenierung von The Situation«, die sie gemeinsam mit sechs Schauspielerinnen und Schauspielern entwickelte, wurde 2015 im Maxim Gorki Theater uraufgeführt und brachte ihr die zweite Einladung zum Theatertreffen ein. Das Stück verhandelt die politische Lage im Nahen Osten. Außerdem wurde es in der Kritikerumfrage von Theater heute zum Stück des Jahres 2016 gewählt.
 
 






Fotos: David Baltzer
Fotos: David Baltzer

 
 
 
Samstag, 02.02.2019 | 19.30 - ca. 21.15 Uhr  
Schauspielmiete BLAU
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Sonntag, 03.02.2019 | 19.30 - ca. 21.15 Uhr  
Schauspielmiete ROT
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