52. Spielzeit | 2018/2019
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TNT Theatre London
The American Drama Group
Pygmalion
Schauspiel von George Bernard Shaw (1856–1950)
 
Inszenierung: Paul Stebbings
Produzent: Grantly Marschall (ADG)
 
Uraufführung im Burgtheater Wien am 16. Oktober 1913

»TNT: one of the most interesting developments on the British theatrical scene.«
The Guardian

Wie der Phonetik-Professor Henry Higgins einer ehrgeizigen Wette wegen in Pygmalion dem »Mädchen aus der Gosse« Schliff und Umgangsformen beibringt und ihr in einem wahren Dressurakt, der mitunter auch Züge der Folter trägt, eine zweite Identität aufzwingt, ohne der Verwandlung ein emotionales Gleichgewicht zur Seite zu stellen, das enthüllt dem lachenden Beobachter um so schärfer die schmerzliche Wirklichkeit, in der äußere Veränderungen zwar den notwendigen Anfang für ein humaneres Zusammenleben darstellen, keineswegs aber eine Garantie auf individuelles Glück.


Der Ovid-Legende nach formte der Bildhauer Pygmalion eine Frauenskulptur nach seinen Idealen, verliebte sich in sein geschaffenes Werk und wünschte sich, dass seine Galatea zum Leben erweckt wird. Ganz ähnlich verhält es sich bei Bernard Shaws Stück aus dem Jahre 1912: Der versnobte, ledige Phonetik-Professor Henry Higgins hat mit seinem Freund Colonel Henry Pickering gewettet, dass er die ungebildete Blumenverkäuferin Eliza Doolittle in das Ebenbild einer vornehmen Dame verwandeln kann, einfach, indem er ihr beibringt, so zu sprechen wie man es in der höheren Gesellschaft tut. Eine äußerst britische Geschichte also, die auf Deutsch nicht halb so amüsant wäre. Herausgeputzt und von Higgins bestens trainiert, brilliert Eliza letztlich als vermeintliche Prinzessin beim Botschafterball. Für Higgins natürlich die Bestätigung seiner besonderen Fähigkeiten, für den Menschen Eliza aber mit allen Nöten, Gefühlen und Zukunftsängsten hat er, der sich in Wahrheit nicht besser benimmt als ein ungehobelter Flegel, keine Gedanken übrig. Anders als im Musical »My Fair Lady«, das auf Pygmalion basiert, zeigt das Stück weniger die Transformation Elizas, sondern stellt in bissigen Dialogen mit viel Wortwitz das Klassendenken und das gesellschaftliche Spannungsfeld in den Vordergrund.
 
 








 
 
 
Montag, 12.11.2018 | 09.00 - ca. 10.35 Uhr  
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