52. Spielzeit | 2018/2019
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Das andere Konzerterlebnis
Konzert
Alpin Drums
 
 


»Der Berg groovt!« Diese Musiker lassen es ordentlich und mit viel Witz und Wumms krachen. Sie drummen auf allem, was ihnen unter die Finger kommt, bis Sticks, Klöppel und Löffel glühen, und die Spannung sich in einem fast wortlosen Humor entlädt.

Toni Bartl, der »echte Bergbauernbua« und Weltmeister an der Steirischen Harmonika, ist ein Meister darin, den Rhythmus des Alltags in ein audio-visuelles Klangspektakel zu verpacken. Virtuos präsentieren seine Alpin Drums die gesamte Bandbreite der Percussion-Kunst. Wie perfekt sie darin sind, hat schon das inzwischen weltberühmte Stück »Blechlawine« gezeigt. Das Highlight aus dem ersten Programm der furiosen und energiegeladenen Musikshow wurde als facebook-Video millionenfach angeklickt. Es folgten Gastspiele in großen TV-Shows, Auftritte in ganz Europa und sogar im Oman.


Die spielfreudigen Profimusiker überraschen mit neuen Nummern, in denen gewöhnliche Utensilien des nicht nur alpinen Alltags so ideenreich, witzig und handwerklich kreativ zu Musikinstrumenten umgebaut wurden, dass sie einen unglaublichen Sound abgeben. Dieser verschmilzt in den mit raffinierten Lichteffekten untermalten Szenenbildern zu einem künstlerischen Gesamtkunstwerk, das die Zuschauer immer wieder in größtes Staunen versetzt und begeistert. »Alpin Drums bewies, dass aus einem Wasserhahn nicht nur Wasser, sondern auch Bert Kaempfers ›Swinging Safari‹ herauskommen kann«, schrieb der Münchner Merkur. Da steppen Melkschemel und Milchkannen, es rappt der Gummitierzoo, Gabel und Messer improvisieren auf der Pfanne und Messer fliegen in atemberaubendem Tempo auf ein Brotzeitbrettl, das nur Sekunden später als tönender Tischtennisschläger den Takt angibt. Richtig akrobatisch wird’s beim groovigen Klappstuhltanz, international, wenn eine erdige Kuhglocken-Sinfonie zum tibetischen Klangschalensound mutiert, dem ein neunstimmiges »La Cucaracha«-Pfeifkonzert für Fußbälle folgt. Und mit dem satten Sound von vier Holzfassln können selbst Kodotrommler kaum mithalten. Der Takt der Axt, das Rauschen der Sense, das Zischen des Melkens und zum Abschluss ein Schlaflied aus Zahnpastatuben – das Leben ist Rhythmus pur.
 
 
Foto: Gregor Wiebe







 
 
 
Mittwoch, 07.11.2018 | 19.30 - ca. 21.30 Uhr  
Drittes Programm
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