52. Spielzeit | 2018/2019
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Theater Schloss Maßbach – Unterfränkische Landesbühne
Kleiner Mann – was nun?
Theaterstück nach dem Roman von Hans Fallada (1893–1947)
 
Inszenierung: Christian Schidlowsky
Bühne: Peter Picciani
Kostüme: Jutta Reinhard
mit Benjamin Jorns, Anna Schindlbeck u.a.
 
Uraufführung im Schauspielhaus Bochum 1972
Premiere dieser neuen Dramatisierung im Intimen Theater Schloss Maßbach am 28. September 2018

»Aber du kannst mich doch ansehen! Immer und immer! Du bist doch bei mir, wir sind doch beisammen...«
Lämmchen in »Kleiner Mann – was nun?«

Arbeiten aus dem Geist der Gemeinschaft: »Anderswo ist das Theater ein Betrieb. Hier ist es ein Gesamtkunstwerk.«
Die Deutsche Bühne über das Theater Schloss Maßbach im Oktober 2016

Die Weltwirtschaft läuft aus dem Ruder, der Konkurrenzdruck am Arbeitsplatz steigt, Menschen entwickeln sich zu Raubtieren, die Gesellschaft radikalisiert sich: Falladas Eheroman aus dem Jahre 1932 fragt nach Möglichkeiten von Solidarität und individuellem Glück angesichts einer Gesellschaft, die von ökonomischen Zwängen beherrscht wird. Unerschrocken und scheinbar unermüdlich verteidigt die junge Emma, genannt Lämmchen, die Liebe zu ihrem Mann gegen alle äußeren Widrigkeiten. Doch Pinneberg, ein einfacher Angestellter, rutscht immer tiefer in die Arbeitslosigkeit. Der soziale Abstieg scheint ausweglos.


Es geht um Liebe und Geld, Geld und Liebe. Wie kann man die Liebe und all das, woran man glaubt, bewahren, wenn das Geld und immer wieder das Geld fehlt? Werden dann die Liebe und das Glück zum unerreichbaren Luxus? »Fleißig sind wir, sparsam sind wir, schlechte Menschen sind wir auch nicht, den Murkel wollen wir auch, gerne wollen wir ihn – warum soll es uns da eigentlich schlecht gehen? Das hat doch gar keinen Sinn!« Recht hat Lämmchen, die frisch verheiratete Frau Pinneberg: es hat gar keinen Sinn. Es hat keinen Sinn, dass ihr Mann einer von Millionen ist, die auf der Straße stehen ohne Arbeit. Es hat keinen Sinn, dass sie kämpfen und rechnen müssen, jeden Pfennig dreimal umdrehen und doch reicht es nicht.

Im Theater erlangten Falladas Werke als Dramatisierungen nach seinem Tode zunehmend Popularität. So kam 1972 der Roman »Kleiner Mann – was nun?« als Revue von Peter Zadek und Tankred Dorst auf die Bühne, es folgten zahlreiche Inszenierungen, u.a. von Gil Mehmert und Volker Bürger am Münchner Volkstheater, Luk Perceval an den Münchner Kammerspielen und Michael Thalheimer am Schauspiel Frankfurt. Zu den bekanntesten Verfilmungen seiner Werke zählen u.a. »Wolf unter Wölfen« (1964, mit Armin Mueller-Stahl), »Jeder stirbt für sich allein« (1975, mit Hildegard Knef), »Der eiserne Gustav« (1979, Regie Wolfgang Staudte), »Der Trinker« (1995, Regie Tom Toelle, mit Harald Juhnke). Besondere Aufmerksamkeit erregte zuletzt die Neuauflage des Buches »Jeder stirbt für sich allein«, in der bis dahin unveröffentlichte Kapitel enthalten sind. Der Roman wurde 2016 mit Emma Thompson, Brendan Gleeson und Daniel Brühl prominent besetzt verfilmt (Regie Vincent Perez).
 
 








 
 
 
Mittwoch, 17.10.2018 | 19.30 - ca. 21.40 Uhr  
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