51. Spielzeit | 2017/2018
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Theater Augsburg
La forza del destino
(Die Macht des Schicksals)
Oper in vier Akten mit Musik von Giuseppe Verdi (1813-1901)
Libretto: Francesco Maria Piave
 
Inszenierung: Intendant André Bücker
Musikalische Leitung: Domonkos Héja
Bühne: Jan Steiger
Kostüme: Suse Tobisch
mit Leonardo Gramegna (Don Alvaro), Sally du Randt (Donna Leonora), Alejandro Marco-Buhrmester (Don Carlos di Vargas), Stanislav Sergeev (Pater Guardian), Kerstin Descher (Preziosilla), Tobias Pfülb (Frau Melitone)
Orchester und Chor des Theaters Augsburg
 
Uraufführung in der Mailänder Scala am 27. Februar 1869
Premiere am Theater Augsburg am 23. April 2018



Manchmal ist es tatsächlich nur ein einziger Augenblick, der alles verändert: Alvaro erschießt den Vater seiner Angebeteten Leonora, weil sich versehentlich ein Schuss aus der Pistole löst. Nur ein technischer Defekt...? Während sich Leonora traumatisiert in die Abgeschiedenheit eines Klosters rettet, flüchtet Alvaro vor der Rache Don Carlos‘, Leonoras Bruder, außer Landes. Doch die Vergangenheit holt ihn ein. Die Ereignisse in Giuseppe Verdis Oper La forza del destino (1862/1869) könnten einem Film von Quentin Tarantino entsprungen sein: Sie katapultieren den Zuschauer in eine erbarmungslose Welt und erzählen einen Epos über Fanatismus, Rache, Mord und Totschlag.


Basierend auf dem spanischen Drama »Don Álvaro o la fuerza del sino« von Ángel de Saavedra aus dem Jahre 1835, entfaltet das Geschehen in einer Mischung von Tragik und Komik ein Breitbandpanorama bizarrer Schicksalswendungen, das mit einem blutigen Showdown in einem Kloster endet. Verdi stieß im Frühjahr 1861 auf das von Victor Hugo beeinflusste romantische Schauerdrama und arbeitete es mit seinem Librettisten Francesco Maria Piave im Auftrag von St. Petersburg zu einer vieraktigen Oper um. Das Werk liegt heute in zwei Fassungen vor: In der St.-Petersburger Uraufführung 1862 und der revidierten Ausgabe von 1869, uraufgeführt in Mailand. Am Theater Augsburg wird die zweite Fassung gespielt, in der u.a. die berühmte Ouvertüre zu hören ist. Die Regie von Verdis monumentalen Racheepos übernimmt Intendant André Bücker. Er erzählt die Oper als Geschichte einer sinnentleerten Welt, in der Ehr- und Rachebräuche über den Erhalt menschlicher Bande dominieren.
 
 








 
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