51. Spielzeit | 2017/2018
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Konzert
Quatuor Ebène
Pierre Colombet (Violine)
Gabriel Le Magadure (Violine)
Marie Chilemme (Viola)
Raphaël Merlin (Violoncello)
 
 
Ludwig van Beethoven
Streichquartett Nr. 2 G-Dur op. 18

Béla Bartók
Streichquartett Nr. 4

Ludwig van Beethoven
Streichquartett Nr. 10 Es-Dur op. 74 »Harfenquartett«

Was 1999 als Zerstreuungsübung vier junger französischer Musiker in den Proberäumen der Universität begann, wurde zu einem Markenzeichen des Quatuor Ebène und sorgte für einen nachhaltigen Paukenschlag in der Musikszene. Die vier hauchten der Kammermusik neuen Atem ein, indem sie stets einen direkten und unvoreingenommenen Blick auf die Werke haben und dabei voller Demut und Respekt der Musik entgegentreten, ganz gleich welcher Gattung. Sie wechseln so lustvoll zwischen den Stilen und bleiben doch ganz sie selbst: mit all ihrer Leidenschaft, die sie für jedes aufgeführte Stück empfinden und ungekünstelt, direkt auf die Bühne bringen und somit auch auf das Publikum übertragen. Seit Herbst 2017 ist Marie Chilemme (Viola) neues Mitglied des Quartetts.

„Ein Streichquartett, das sich mühelos in eine Jazzband verwandeln kann“ titelte die New York Times nach einem Auftritt des Quatuor Ebène 2009, bei dem das Ensemble zunächst Debussy und Haydn spielte, um danach über Filmmusik zu improvisieren, beides mit demselben Enthusiasmus und derselben Leidenschaft. Einen Begriff für ihren Stil gibt es nicht, sie haben ihren eigenen geschaffen. Ihr traditionelles Repertoire leidet keinesfalls unter der Beschäftigung mit anderen Gattungen; vielmehr erzeugt der freie Umgang mit diversen Stilen eine Spannung, die jedem Aspekt des künstlerischen Wirkens gut tut. Diese Vielschichtigkeit im musikalischen Œuvre wurde von Beginn an begeistert von Publikum und Kritikern aufgenommen.


Nach Studien beim Quatuor Ysaÿe in Paris sowie bei Gábor Takács, Eberhard Feltz und György Kurtág folgte der beispiellose und herausragende Sieg beim ARD Musikwettbewerb 2004. Damit begann der Aufstieg des Quatuor Ebène, der in zahlreichen weiteren Preisen und Auszeichnungen mündete. In den Konzerten des Ensembles ist ein besonderer Elan zu spüren. Das Quartett war 2007 Preisträger des Borletti-Buitoni Trust und wurde von diesem von 2007 bis 2012 unterstützt. 2005 wurde das Quartett mit dem Belmont-Preis der Forberg-Schneider-Stiftung ausgezeichnet, die den Musikern seither besonders eng verbunden ist. Zusammen mit ihnen hat Gabriele Forberg-Schneider Instrumente ausgesucht, die ihrer Spielweise und Klangvorstellung entsprechen und ihnen diese ab 2009 leihweise zur Verfügung gestellt. Pierre Colombet: Violine von Francesco Rugeri, Cremona (ca.1680) | Geigenbogen von Charles Tourte (Paris, 19. Jhdt.); Gabriel le Magadure: Violine mit Etikett Guarneri (Mitte 18. Jhdt.) | Geigenbogen von Dominique Pecatte (ca.1845); Raphaël Merlin: Violoncello von Andrea Guarneri, Cremona (1666/1680).

Die Alben des Quatuor Ebène mit Einspielungen von Haydn, Bartók, Debussy, Fauré, Mozart und den Mendelssohn-Geschwistern wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Gramophone Award, dem ECHO Klassik, BBC Music Magazine Award und dem Midem Classic Award. Das 2010 erschienene Album „Fiction“ mit Jazz-Arrangements, das Crossover Album „Brazil“ (2014) und die im Mai 2017 erschienene Platte „Eternal Stories“ (mit Michel Portal) manifestiert ihre besondere Stellung in der Kammermusikszene. Im Herbst 2014 veröffentlichte Erato den Livemitschnitt (Album und DVD) von „A 90th Birthday celebration“, Menahem Presslers Geburtstagskonzert in Paris. In 2015 & 2016 haben die Musiker sich dem Thema „Lied“ gewidmet. So wirkten sie an dem Album „Green (Mélodies françaises)“ von Philippe Jaroussky (BBC Music Magazine Award 2016) mit und veröffentlichten ein Schubert Album mit Matthias Goerne (Arrangements für Streichquartett, Bariton und Kontrabass von Raphaël Merlin) und dem Schubert Streichquintett mit Gautier Capuçon. Das fundamentale, klassische Repertoire der Streichquartettliteratur bleibt weiterhin ihr Steckenpferd: in dieser Saison wird das Quatuor Ebène bereits einen Schwerpunkt auf die Streichquartette von Ludwig van Beethoven legen. Im Jahr 2020 wird das Quartett zu seinem 20. Jubiläum und zum 250. Geburtstag von Beethoven den gesamten Zyklus spielen. In der Saison 2017/2018 stehen neben Konzerten in der Berliner Philharmonie, dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel, der Philharmonie de Paris, dem Wiener Konzerthaus, Stockholms Konserthus und der Carnegie Hall New York (u.v.w.) auch Festivalkonzerte beim Musikfest Bremen und dem Verbier Festival auf der Agenda.
 
 


Fotos: Julien Mignot





 
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Dienstag, 30.01.2018 | 19.30 - ca. 21.30 Uhr  
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