51. Spielzeit | 2017/2018
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Faszination Volkstheater
BR-Komödienstadel
Göttinnen weißblau
Lustspiel in drei Akten von Cornelia Willinger
 
Inszenierung: Markus Völlenklee
Bühne & Kostüme: Monika Maria Cleres
mit Dieter Fischer, Heide Ackermann, Johanna Bittenbinder, Corinna Binzer, Winfried Hübner, Andreas Bittl u.a. sowie drei Musikern für die Zwischenspiele
 


Seit gut 57 Jahren gibt es den »Klassiker des Volkstheaters« nun schon und noch immer zählt dieser auch mit seinen Neuproduktionen zu den beliebtesten Sendungen des BR Fernsehens. Bislang wurden fast 130 Stücke in Szene gesetzt.

»Comoediantenstadel« nannte man früher im Schwäbischen die ausgedienten Salzstadel, in denen gelegentlich Theater gespielt wurde. Am 16. Mai 1959 wurde der erste Komödienstadel im Fernsehen gesendet. Mit dieser Sendung schlug Olf Fischer, der »Vater« des Komödienstadels, ein neues Kapitel Fernsehgeschichte auf und begründete eine der bekanntesten und langlebigsten Marken des deutschen Fernsehens.


Hoch droben in den verschneiten Ammergauer Alpen regieren die drei ehrgeizigen Schwestern Traudl, Wilma und Vroni den Gasthof Schwanenwirt. Alle Zeit, Liebe und Energie fließen in den Betrieb und in die Vorbereitungen des traditionellen Silvesterabends, – mit spezieller Tanzeinlage und rund 120 Gästen. Für Vronis und Wilmas Ehemänner Franz und Edi bleiben da weder Zeit noch Zuwendung. Die beiden stehen voll unter dem Pantoffel und laufen seit langem eher nebenbei mit. Traudl, bereits glücklich verwitwet, konzentriert sich auf die Zukunft ihres Sohnes Andreas, den sie gewinnbringend verheiraten möchte. Gegen die geballte Macht der drei Schwestern kommen die Männer einfach nicht an. Als Franz auch noch den Bürgermei­sterposten an seine Schwägerin Traudl verliert, verlässt ihn vollends die Lebensfreude und er organisiert seine eigene Beerdigung. Als Edis langgehegter Lebens­traum – eine Reise mit seiner Frau Wilma auf der Route 66 – platzt, sieht auch er in seinem Leben keinen Sinn mehr. Doch dass die Ehefrauen nach dem Tod der Männer zu den wohlhabendsten Witwen der Ammergauer Alpen gehören würden, gefällt Franz und Edi gar nicht. So beschließen sie für all die erduldeten Lieblosigkeiten und Erniedrigungen endlich Rache zu nehmen. Ausgerechnet kurz vor der Silvestergala beginnt die große Sabotage. Und dann greift auch noch Andreas zu höchst ungewöhnlichen Mitteln, um den Verheiratungsplänen seiner Mutter Traudl zu entkommen.
 
 






Fotos: Peter Samer

 
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