51. Spielzeit | 2017/2018
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Vorwort des Theaterleiters Christian Kreppel 2015/2016

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Theater- und Konzertfreunde,

es ist mir eine besondere Freude, der Öffentlichkeit meinen zehnten Spielplan vorzustellen, der erneut 100 verschiedene Programmpunkte in sechzehn Abo-Ringen und Vorstellungen im Freiverkauf umfasst. Wie in den Jahren zuvor ist es mein Herzensanliegen, weiterhin dazu beizutragen, den Ruf des florierenden Industriestandorts Schweinfurt als Kulturstadt auch überregional zu festigen und auszubauen. Mehr als 6600 »Abos« und in der Saison 2014/2015 über 85000 Zuschauer insgesamt zeugen davon, wie gut der Spielplan angenommen wird. Mein herzliches Dankeschön gilt den Abonnenten, die in ihrer oft jahrzehntelangen Treue ein Kernstück des Florierens sind.

Wir leben in einer verrückten, unberechenbaren Zeit. Auf der einen Seite gedenken wir der großen Weltenbrände des 20. Jahrhunderts, auf der anderen werden aktuell so viele Kriege geführt wie schon seit Jahren nicht mehr. Wissenschaft und Forschung machen Fortschritte, die oft auch beängstigend sind, während gar nicht so weit von uns Folter, Mord und Totschlag in höchster Brutalität zelebriert werden, die an die dunklen Zeiten des Mittelalters erinnern. Erschreckend ist die Tatsache, dass die Menschen kaum Leitbilder finden: in der Familie, in der Gesellschaft und in der Politik. Jeder scheint sich selbst der Nächste und versucht das Beste aus unserer Spaßgesellschaft heraus zu holen. Das Theater hat deshalb mehr denn je Berechtigung im Gemeinwesen und unverzichtbare Aufgaben, die vordringlich in inhaltlicher Auseinandersetzung liegen. Es muss den Menschen immer und immer wieder den Spiegel vorhalten und Lebensentwürfe abbilden, die zur Reflektion und Einsicht mahnen. Viele Programmpunkte des zwanzig Stücke umfassenden Sprechtheater-Angebotes kreisen um die Begriffe »Toleranz und Verzeihen«. Ich freue mich besonders auf die Tourneepremieren von Hauptmanns »Rose Bernd« (Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen) und Zuckmayers »Des Teufels General« (Euro-Studio Landgraf), aber auch auf das Residenztheater München mit Pinters »Der Hausmeister« mit dem fantastischen Hans-Michael Rehberg, den »Faust I« vom Deutschen Nationaltheater Weimar und »Romeo und Julia« des Landestheaters Salzburg. Sie werden Arbeiten von Brecht, Frisch, Grass und Handke ebenso finden, wie brennend aktuelle Theaterstücke. Ein Wiedersehen gibt es mit Gerhard Polt und den Well-Brüdern in »Ekzem Homo« (Münchner Kammerspiele).

Unter dem Motto »Die Oper lebt!« spanne ich einen weiten Bogen der u.a. von der Premiere von Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea« über Mozarts »Le Nozze di Figaro« und »Così fan tutte« bis zu »Rusalka« (Dvorák), »Elektra« (Strauss) und »Albert Herring« (Britten) reicht. Ein Haus unseres Zuschnitts hat die Verpflichtung, hochkarätigen Nachwuchs zu präsentieren. Ich bin gespannt auf das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper und die Absolventen der Sängerabteilung des Wiener Instituts für Gesang und Musiktheater an der Universität für Musik und darstellende Kunst. Beide Institute sind Eliteschmieden. Wer dort absolviert, dem ist oft das Engagement an allererste Häuser gesichert.

Apropos Nachwuchs: Die Junge Deutsche Philharmonie mit Sitz in Frankfurt a.M., die eines der 25 bevorstehenden Konzerte absolvieren wird, feierte 2014 ihr 40-jähriges Jubiläum. Jonathan Nott fungiert dort als Erster Dirigent und Künstlerischer Berater. Nach über 600 Dirigaten wechselt Nott im Sommer 2016 von Bamberg nach Genf. Von meiner Seite tief empfundenen Dank an Jonathan Nott für so viele wunderbare Konzert- erlebnisse in unserem Haus mit seinen »Bambergern«.

Ich bin glücklich, Ihnen u.a. folgende Hochkaräter der Sängerbranche ankündigen zu können: Barbara Hannigan, Simone Kermes, Elisabeth Kulman, Dorothee Mields und Georg Nigl. Weitere Höhepunkte versprechen die Orchesterkonzerte mit Auftritten von Sol Gabetta (Cello), Ivan Podyomov (Oboe), Martina Filjak (Klavier), Isabelle Faust, Liza Ferschtman, Karen Gomyo, Leonidas Kavakos, Pekka Kuusisto (alle Violine) und natürlich das Klavierrezital von Lars Vogt. Im Tanz-Spielplan kann ich Ihnen wieder neue faszinierende Compagnien vorstellen. Ihr Schweinfurt-Debüt werden Fidget Feet (Irland), Introdans (Niederlande), Beijing Dance Company (China), Together Higher (Vietnam) und Canada’s Royal Winnipeg Ballet geben. Die Freunde des klassischen Balletts können sich über »Moulin Rouge« ebenso freuen wie über das Neuengagement des Balletts der Ukrainischen Staatsoper »Taras Schewtschenko«.

Sie sehen, der Tisch ist wieder einmal reich gedeckt. Greifen Sie zu! Ab Samstag, den 27. Juni läuft die Neueinschreibung für die Abonnements. Änderungswünsche können Sie natürlich ab sofort äußern! Auf Wiedersehen in Ihrem Theater der Stadt Schweinfurt!

Mit herzlichen Grüßen!
Ihr Christian Kreppel
Theaterleiter